Donnerstag, 25. Februar 2010

Der Versuch, die Figur (!) "Don Alphonso" zu verstehen

Die Figur Don Alphonso habe ich vor ein, zwei Jahren schon einmal bemerkt, dann aber wieder vergessen, ich behielt ihn nur in Erinnerung als "krassen Blog". Doch kürzlich habe ich mich etwas mehr damit beschätigt, denn:

Die letzten Tage ging es heiß her. Grund dafür war erst dieser FAZ-Artikel von Rainer Meyer alias "Don Alphonso", und dann der Nachschlag im Blog "Blogbar" von Don Alphonso. In den Beiträgen schreibt er, dass die Social-Media-Berater sich als Schelme präsentieren und kurz gesagt die Unternehmen über den Tisch ziehen. Was dabei im FAZ-Artikel nicht an Beschimpfungen ging, ging in der Blogbar (wörtlich übernommen, Ausschnitte):
"Social Medie Beratung ist ein feuchter Dreck", "Diese bescheuerte, mit Verlaub, Tweetacademy ist das beste Beispiel für diese peinliche Grütze", "Wenn man also Firmen beraten will im Bereich social media, muss man ihnen nahebringen, dass das Wort “sozial” bedeutet, kein widerliches, stinkendes Arschloch zu sein, auch kein kleines, widerliches, stinkenden Arschloch, nicht mal nur ein wenig fies und hinterfotzig, sondern etwas, das man rundum mögen kann. Eine widerliche Veranstaltung wie Coca Cola braucht keinen social Newsroom oder einen gekauften Spammer, der mich mit diesem Dreck belästigt." (usw.)

Kurz zum weiteren Verlauf. Im Blog von Robert Basic wurde die Sache noch einmal angesprochen. Auch hier schaltete sich Don Alphonso noch einmal ein, der angegriffene Mirko Lange bot Diskussionsbereitschaft an. Und ich habe auch über die Kommentarfunktion (N.r 83, 84) in der Blogbar ein solches Gespräch angeregt. Ohne Erfolg.

Ich will mich nun nicht so sehr mit den Inhalten, als eher mit der Reaktion und deren Gründe beschäftigen. Auf twitter rätselte nämlich alles: Wieso will er denn nicht mal diskutieren? Ist er feige? Ist er sich zu fein? Hat er anderes zu tun? Ist das sein Stil?
Die Antwort: Letzteres ist der Fall. Das ist "Don Alphonso". Das gehört einfach zu dieser Figur. Da wird nicht diskutiert. Er selbst sagte zu dem Kommentar, in dem ich ein Gespräch anregte:
"Mirko Lange? Ja warum denn? [...] Sowas haut man raus. Ende." 
Abgesehen davon, dass die beleidigenden Äußerungen nicht sein mussten (daher das [...]), ist hier zu sehen, wie die Figur Don Alphonso eben tickt. Und ich spreche hier bewusst von der Figur. Denn niemand "ist so", wie Rainer Meyer selbst in einem Interview schon vor Jahren sagte. Zitat:
Wenn man es genau betrachtet, ist Don Alphonso eine Kunstfigur. Eine Literarisierung meiner richtigen Persönlichkeit, die weit genug weg von meiner eigentlich Persönlichkeit ist, als das ich mir das Gerede um Don Alphonso nicht zu Herzen nehmen müsste. Es ist eigentlich eine sehr angenehme Erscheinung, die es auch erlaubt, neben dieser Online-Existenz auch noch ein normales Leben zu führen, das überhaupt nichts mit den ganzen Sachen des Don Alphonsos zutun hat.
Und dafür spricht sein zweites Blog Rebellen ohne Markt. Da geht es mitunter um Kunst, um Reisen, Fotos werden gezeigt, zu bemerkenswerten Blogs verlinkt etc. Kuriose oder solche wie Indiskretion Ehrensache.
Dann gibt es noch das GT Blog, das zwar seit Juli 2008 keinen Eintrag mehr hat, aber laut eines Kommentars von DonA (den ich leider nicht mehr finde) bald wieder bespielt werden könnte. Auch da gibt es gelungene Texte und Fotos - ganz anders als in der Blogbar, logisch.
Von daher resümiere ich, dass Don Alphonso eben einen sehr krassen, natürlich polarisierenden Stil verfolgt, aber als Figur, das sei nochmal ausdrücklich gesagt. Selbst in einem Interview erwähnt Meyer, wie praktisch das ist, dass man sagen kann:
Wenn jemand das Geschriebene dann gegen mich verwenden will, kann ich sagen: "Das hat mit mir nichts zu tun. Steht doch Kunstfigur drauf."

Ähnlich wie eine nicht existierende Figur wie Dr. Sommer, der eben auch einen gewissen Stil pflegt, den es aber eigentlich nicht gibt. Don Alphonso diskutiert nicht, sondern stellt fest. Und wenn wir 100mal sagen, eine Diskussion wäre spannend, dann ist das uninteressant.
Gegen all das kann man nichts haben, sein Profil zu schärfen ist legitim. Die beleidigenden Ausdrücke, naja nein, die müssten dürfen nicht sein, v.a. wenn es gegen eine bestimmte Person geht. Meinetwegen kann er pauschalisieren ("alle Berater" usw.), aber eine gewisse Grenze sollte nicht überschritten werden.
Fazit:  Man muss Don Alphonso als Figur verstehen, die eben einen gewissen Ansatz verfolgt, die nicht auf Gesprächsbereitschaft gründet und nicht zum Diskutieren einlädt, die nicht auf Gespräche setzt  -und dabei leider mitunter Grenzen überschreitet, was nicht sein sollte. Das ist so - oder um es mit Don Alphonsos Worten zu sagen: "Ende!".

Kommentare:

  1. Hi Andreas,

    ein wirklich gelungener Post, der die Diskussion und die Orte noch einmal zusammenfasst und mit der Beschreibung der Kunstfigur von Don Alphonso, wie sie sein Aler Ego versteht, abgerundet wird.

    Interessant finde ich, daß ich nun weiß, welche Person hinter Don A steht. Aber bringt es mir etwas? Weiß nicht.

    Die Art und Weise zu schreiben um damit zu polarisieren ist ok. Aber persönliche Angriffe müssen nicht sein, sollten nicht sein. Ich verstehe unter Polarisieren "eine Verstärkung der meinungsverschiedeneheiten" wie es Wikipedia formuliert. Nicht mehr und nicht weniger. Gut, natürlich ist damit eine Aufmerksamkeitserhöhung verbunden, die der Diskussion nicht schadet und meistens dazu fpührt, den Empfängerkreis der Botschaft bzw. der Diskussion zu erweitern, was Vorteile haben kann, um weitere Anregungen, Gedanken und meinungen einzuholen, Raum zu verschaffen.

    Aber ich bleibe dabei: eine Diskussion ist eine argumentative Auseinandersetzung auf Augenhöhe und demnach von respekt dem anderen gegenüber geprägt.

    Dann die Sache mit den Orten: Bedenkt man, daß in der Diskussion um wesentliche Aspekte des "Social Media State of the Art" mit Worten und Buchstaben gerungen wird, ist es doch erstaunlich, daß dies nicht zentral also an einem Ort passiert.

    Ja ist es das wirklich? Nein. Und zwar aus zwei Gründen: Das Internet, so wie ich es wahrnehme als Social Web ist zerfasert und damit dezentral. viele Orte, viele Meinungen, viele themen usw.

    Zudem existieren in ihm die Social Media, diverse Kanäle, in den vieles kann, aber nichts muß. Und jeder nutzt die, die er als die richtigigen oder nutzenbringend erachtet.

    In der Konsequenz wird und muß die Diskussion um das Sein von Social Media fortgeführt werden.

    Sie wird es, weil sie immer mehr Menschen, ob in Unternehmen, im Privaten oder beides bewegt udn fasziniert und sie immer mehr in den öffentlichen Raum vordringen.

    Sie muß, weil viele Menschen ein Problem damit haben, nachzuvollziehen, was sie unter Social Media vorfinden, was sie ausmacht, wovon sie leben und last but not least warum Menschen wie Ihr, Du und ich so einen Enthusiasmus dafür aufbringen.

    Beste Grüße

    Johannes

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  2. Hallo Andreas,

    schön eigentlich, dass Du dieses Geschmettere von letzter Woche aufgreifst, um einmal die Figur(!) "Don Alphonso" zu beleuchten.

    Ich hab nur selten mal einen Blick in die "blogbar" geworfen, weil mir irgendwie klar war, dass da einer nur die Sau raus läßt, der es sich – aus welchen Gründen auch immer – *irgendwie* erlauben kann.

    Erst letztens hat mir jemand in den Kommentaren auf meinem Posterous die dahinter steckende Mensch-ID Rainer Meyer offenbart – was mir genauso wenig sagt…

    Spätestens bei dem Getöse auf der blogar als Nachschlag zu o.g. FAZ-Artikel (durch das ich erst durch Deinen Facebook-/Twitter-Hinweis mit dem gescheiterten Gesprächsversuch aufmerksam wurde), wurde mir klar, dass "Don Alphonso" nur eine Kunstfigur sein kann. Denn er schreibt da, dass er das Beraten 2003 aufgegeben habe… Ja, und? möchte man fragen. Wen interessiert das? Sollen jetzt alle aufhören zu beraten, weil wer auch immer der Oberguru ist? – Blödsinn das!

    Ganz davon abgesehen, gibt es ja Beratungsbedarf bei den Firmen. Und Bedarf ist immer noch ein Wort aus der Wirtschaftlehre und wird mit "an Kaufkraft gekoppeltes Bedürfnis" übersetzt. Wo keine Nachfrage, da auch kein Angebot, also auch kein Markt. Sch***egal, was Don Alphonso dazu zu sagen hat.

    Teilweise hat er allerdings Recht damit, wenn er fordert, ein Berater sollte wissen was er berät. – Ich mag auch z.B. nicht die Unternehmensberater, die einen für 'nen Haufen Geld erklären, wie man bspw. einen Verlag gründet – ohne selber die Eier zu haben, unternehmerisch tätig zu werden. (Entschuldige meinen saloppen Chargon, aber nur so kann man sich der hier besprochenen Figur wirklich nähern.) – Andererseits (und deshalb sage ich, hat er nur teilweise Recht) kann ein Berater auch genau den zweiten Kopf stellen, der eine Idee unvoreingenommen aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und einem dann mit hilfreicher Kritik begleitet.

    Wichtig ist, die Kunstfigur "Don Alphonso" zu erkennen. Offenbar polarisiert er, um zu kanalisieren. Denn wenn Du Dir mal die Mühe machst und tatsächlich alle Kommentare liest, wird Dir klar, dass er Lakaien fängt. So gesehen, betreibt er mit der blogbar Seelsorge, um den verlorenen Seelen Heimat und Stimme zugleich zu geben. Ein Antipod zu den anderen Großmäulern in den Top100 der deutschen Blogosphäre. – Und das tut gut, finde ich. Denn nichts ist im Hinblick auf die dezentrale Internetöffentlichkeit so überflüssig wie ein unaufhörlicher Schw*nzlängenvergleich.

    Ansatt eine überschaubare Anzahl Medien mit zahllosen Lesern, gibt es halt eine unüberschaubare Angebotsvielfalt mit jeweils eher übersichtlicher Leserschaft. Und das ist gut so, denn es stärkt das Individuum und die sich selbst organisierenden Netzwerke. – Ein populärer Verbalrüpel wie "Don Alphonso" wird in einer solchen dezentralen Landschaft ganz einfach auch gebraucht.

    Und die von ihm namentlich Angegriffenen im allgemeinen, Mirko Lange jedoch im besonderen, sollten sich da keinen Kopf weiter drum machen. – Jeder, der in Sachen Kommunikation/PR/Social Media Beratungsbedarf hat, kann sich doch auf talkabout über Mirko Langes Kompetenz ein Bild machen – und anschließend selber entscheiden, ob er ihn als Berater engagieren möchte oder nicht. – Da hat ein Don Alphonso einfach mal die Fresse zu halten! Und das tut er ja auch schon deswegen, weil er gar nicht gefragt wird ;)

    Schöne Grüße aus Berlin,
    Klaus

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  3. Hallo Andreas,

    ich wollte eigentlich nix weiter zu diesem Thema sagen, aber weil Du mich explizit gebeten hast, mach ich es doch gerne :-)

    Deine Gedanken sind plausibel und gut. Nur: bevor sich Rainer Meyer selbst dazu äußert, ist leider alles Spekulation.

    Ich hielte Deine Herleitung für sehr wahrscheinlich zutreffend, wenn diese Kunstfigur nur auf der Blogbar schreiben würde. Dann würde ich Don Alphonso und seine Beiträge prinzipiell betrachten wie Beiträge von Horst Schlämmer, Helge Schneider oder Alfred E. Neumann: Realsatirisch, scharfzüngig gut beobachtend.

    Es gibt dann aber zwei Einschränkungen.

    ERSTENS: Wenn öffentlich verfügbare Meinungsäußerungen persönlich und beleidigend sind, fängt es an problematisch zu werden. Sie werden dann auch juristisch interessant.

    Ich würde ja gerne Don Alphonso eine Abmahnung wegen Schmähkritik schicken (http://de.wikipedia.org/wiki/Schm%C3%A4hkritik), die wohl eindeutig gegeben ist, ich habe aber Angst, dass das einen Verlauf nimmt, wie bei Jack Wolfskin (kleiner Scherz).

    Und wenn diese Schmähkritik dann noch jemanden in seinem Beruf angreift, dann überschreitet das eine Grenze. Potenziell wäre so ein Beitrag geeignet, mir auch einen wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, und mein Rechtsgefühl sagt mir, dass das sogar strafrechtlich relevant ist. (§§ 185 ff. StGB) Wenn ich nachweisen könnte, dass jemand aufgrund des Artikels von einer Beauftragung von talkabout absähe, wäre Rainer Meyer auch zum Schadenersatz verpflichtet (ja, Rainer Meyer, nicht die Kunstfigur Don Alphonso).

    Mir ist das allerdings ziemlich Wurscht, mich tangiert diese Kritik nicht, und ich bin auch selbstbewusst genug um zu denken, dass meine Reputation so stark außer Frage steht, dass mich das ohnehin nicht betrifft. Und ein potenzieller Kunde, der dem Glauben schenkt, wäre ohnehin kein guter Kunde für uns. Ich hätte mich sehr auf einen öffentlichen "Showkampf" gefreut, aber wenn das nicht im Repertoire dieser Kunstfigur ist, muss man das akzeptieren.

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  4. Es gibt aber noch eine ZWEITEN Punkt. Den finde ich problematisch, und der spricht auch gegen Deine These, dass Don Alphonso eine Kunstfigur ist, und dass Rainer Meyer diese nur bewusst einsetzt.

    Und das ist die Tatsache, dass Rainer Meyer in der FAZ schreibt – und wie er das tut: Dass er als "Journalist" schreibt. Und dass er unter einem Pseudonym schreibt. Auf FAZ wird "Don Alphonso" tatsächlich als "Kunstfigur beschrieben und vorgestellt: http://bit.ly/aJAVFW So lange er das nur in dem FAZ-Blog tut, finde ich das auch tragbar. Holger Schmidt schreibt ja im Blog auch als "Netzökonom", im redaktionellen Teil als "Holger Schmidt. Aber gehe mal auf FAZ.net und suche dort nach dem Namen "Rainer Meyer". Du findest nichts. Ist das okay? Entspricht das den (heutigen) Regeln guten Journalismus', wenn jemand im redaktionellen Teil einer Tageszeitung unter Pseudonym schreibt? Und wenn dieses Pseudonym nicht in der Tageszeitung aufgelöst wird?

    Ich finde es noch viel mehr problematisch, wenn "Don Alphonso" über ein Thema im redaktionellen Teil der FAZ schreibt, und dann das gleiche Thema ungleich aggressiver (und strafrechtlich relevant) noch einmal behandelt. Das scheint die lautere Gesinnung dieser "Kunstfigur" sehr in Frage zu stellen, was man leicht als einen Verstoß des Pressekodexes sehen könnte: Redaktionelle Veröffentlichungen dürfen nicht durch private oder geschäftliche Interessen der Journalisten, Verleger oder Dritter beeinflusst werden. (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Pressekodex). Diese Vermischung wäre nicht gegeben, wenn in der FAZ Rainer Meyer schreiben würde, und in der Blogbar eben diese Kunstfigur.

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  7. Last but not least habe ich da noch eine persönliche Erfahrung gemacht, die sehr nahe legt, das hier etwas nicht stimmt: Am 11. Juli 2009 hatte Rainer Meyer unter dem Pseudonym "Don Alphonso" im redaktionellen Teil (nicht im Blog) von FAZ.net einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel "Vodafone lädt auf und eckt an". Darin kritisiert er – nicht zu Unrecht – den Launch der neuen Kampagne von Vodafone. Ich hatte mich mit dem Thema ja sehr intensiv beschäftigt, und schrieb dann auf faz.net einen Kommentar:


    [ KOMMENTAR START ]

    "Generation Rumgemecker"

    Ich muss sagen, dass mir ein "Was immer Du startest, es kann die Welt bewegen" deutlich mehr gefällt als ein "Pass bloß auf, es könnte ein Debakel werden".

    Lieber "Herr Alphonso", warum reihen Sie sich auch in die Reihe derer ein, die über Vodafone herziehen? Weil das die Wahrheit ist? Ist sie nicht. Ich widerspreche. Ich war auch in der Pressekonferenz, und in den Bemerkungen waren auch eine ganze Menge sehr anerkennende Worte.

    Würde es die journalistische (oder auch ethische) Pflicht nicht gebieten, BEIDE Seiten darzustellen. Ganz ohne Frage hat Vodafone Fehler gemacht. Aber es ist trotzdem extrem anerkennenswert, dass sich Vodafone (als erster?) Consumer-Konzern dieser "Generation Upload" stellt, die sie empowern will. Und das ist ein sehr guter und sehr lobenswerter Schritt. Ich habe das ja schon an anderer Stelle gesagt (http://blog.talkabout.de) und dort ist es auch schon rechtlich diskutiert worden.

    Jede Veränderung beginnt mit einem Dialog. Ich würde mich freuen, wenn wir in Deutschland eine Kultur entwickeln könnten, die auf Öffnung und Anerkennung fußt. Alle fordern das immer ein, aber wenn es mal jemand macht, dann wird nach Kräften drauf eingeschlagen. Ich finde das schwach. Und verlogen. Denn das ändert nichts.

    [ KOMMENTAR ENDE ]



    Und auf diesen Kommentar hat (die Kunstfigur) Don Alphonso auf FAZ.net geantwortet. Und dieser Kommentar war ganz im Stile der Blogbar. Der Artikel ist leider nur noch im Archiv der FAZ verfügbar, und der gesamte Kommentarverlauf ist (für mich) nicht auffindbar. Ich habe nur noch über "mein FAZ" meine eigenen Kommentare gefunden, deswegen kann ich hier nur noch meine Reaktion auf Don Alphonsos Beitrag widergeben. Aber man kann aus meinen Zitierungen sehen, in welche Richtung Don Alphonsos Kommentar ging. In Kürze: Er forderte mich auf, immer dazu zu schreiben, dass ich ein PRler sei, wenn ich irgendwo kommentierte, dass ich nur "schamlose Egopromotion" betreiben wolle, seit "einiger Zeit Stimmung für Vodafone" mache und nur ein "Beratungsgeier" sei. Und noch mehr. Aber kein Wort zu Inhalten.

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  8. Das war dann meine Antwort auf den Kommentar von Don Alphonso in der FAZ

    [ KOMMENTAR START ]

    Lieber donalphonso,

    ja das finde ich jetzt interessant! Macht es bitte irgendeinen Unterschied, ob ich "PRler" bin oder "Bäcker"? Und ich soll "Stimmung für Vodafone machen"? Und das noch "seit einiger Zeit"? Schließlich mache ich auch noch "schamlose Egopromotion"? Ich bin wirklich erstaunt, dass jetzt Polemik auch schon bei der FAZ Einzug gehalten hat: Anstatt auf meine sachlichen Argumente einzugehen, versuchen Sie mich als Person zu diskreditieren. Ich finde das nicht Ihrer vermuteten Größe entsprechend.

    Dass Vodafone auf meinen Blog-Beitrag verlinkt hat, war sicherlich auch dem Begriff "Public Konferenz" geschuldet, den Vodafone aufgegriffen hat. Aber danke zumindest, dass Sie den "Beratungsgeier" nur marginal sehen. Mein Interesse ist mitnichten, von Vodafone einen Beratungsauftrag zu bekommen. Ebenso wenig ist mein Interesse mein Ego zu promoten.

    Mein Interesse ist, dass nicht gleich alle Unternehmen sagen oder denken: "Siehste, das haste nun von Offenheit und Social Media". Mein Interesse ist, dass Unternehmen mehr Offenheit, mehr Transparenz und mehr Authentizität wagen. Das würde allen Beteiligten gut tun. Menschen wie Sie ziehen das ins lächerliche und verhindern das damit. Ich finde das sehr bedauerlich.

    [ KOMMENTAR ENDE ]


    Ich muss dazu sagen, dass ich zu zum Zeitpunkt meines Kommentars gar nicht realisiert hatte, wer Don Alphonso wirklich ist.

    ---------------------

    So, das war jetzt eine lange Antwort. Aber die ist der Hintergrund, wie ich Rainer Meyer aktuell beurteile. Ich glaube nicht an die "Kunstfigur". Auf FAZ.net heißt es ja auch "die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist", was mir nach einem Euphemismus aussieht. Ich persönlich glaube nicht, dass Don Alphonso wirklich "eine Kunstfigur" ist. Es ist ein Pseudonym. Ich glaube, dass man "Herrn Meyer" eigentlich "Herrn Dr. Meyer" nennen müsste und für Don Alphonso ein "Mr. Hide" zutreffender wäre (absichtlich mit "i" geschrieben). Ich glaube, Herr Meyer "versteckt" sein wirkliches Wesen hinter dieser Kunstfigur. Und ich finde das feige. Das erlaubt ihm nämlich, ganz öffentlich rumzupöbeln, und sich dann hinter der Kunstfigur zur verstecken.

    Wie gesagt. Ist mir eigentlich egal. Ich verspüre zwar einen Reiz, diesem Menschen richtig eins auf den Deckel zu geben (z.B. durch diverse Klagen), weil so menschlich einfach richtig schwach finde, andere "anzupissen" und sich dann hinter einer Kunstfigur zu verstecken. Aber ich will mich auch nicht weiter damit beschäftigen. Das sind "bad energies". Sinnvoll wäre vielleicht auch noch, mit der FAZ noch mal zu sprechen. Denn wie gesagt: Ich finde es einen Verstoß gegen den Pressekodex, was da passiert.

    Das war jetzt noch mal eine schöne Aufbereitung, und das soll es dann auch gewesen sein. :-)

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  9. P.S. Habe grade gesehen, dass Don Alphonso unmittelbar im Zusammenhang mit mir sagt: "Machst Du Witze? Warum sollte ich mir was von einem Feigling sagen lassen, die hier falsche Emails angibt und unter verschiedenen Namen postet?"

    Wollte dazu bemerken: Mein Name und E-Mail stehen (aufgrund der Cookies) noch im Formular der Blogbar - und die ist richtig. Und schade, dass sich Don A. in dem Kommentar nicht eindeutig auf mich bezieht. Das wäre eine Tatsachenbehauptung und da wären wir wirklich im strafbaren Bereich, nämlich "übler Nachrede": http://dejure.org/gesetze/StGB/186.html

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  10. Mirko, vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Auch an Klaus und Johannes.
    Zum Thema Strafverfolgung: Gibt aber auch genug andere Beschimpfungen und Pauschalsierungen, die echt grenzwertig sind in seinem Artikel. Mal sehen, wie das weitergeht. DonA schweigt alles in allem dazu.
    Sehr schön fand ich übrigens auch den Begriff "Showkampf" - das trifft's. Das wäre es geworden - keine Diskussion, eher eine Art "Show". Aber unterhaltsam allemal. Finde ich schon schade (aber wenn man bedenkt, dass auch bei einem solchen Gespräch unflätige Ausdrücke fallen könnten (haha, "könnten"), schon wieder nicht so schade).

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