Mittwoch, 26. Oktober 2011

Die Piratenpartei Bayern: der erste Eindruck zählt.

„Die Piratenpartei? Das sind alles Nerds, die von nichts außer dem Internet eine Ahnung haben“. Dieser Einschätzung, so dachten neulich meine Frau und ich, dieser kurzsichtigen Einschätzung werden die Piraten sicher nicht gerecht. Die fast 9% in Berlin? Vielleicht kommen Sie aus Protest, vielleicht sind sie ein Strohfeuer, vielleicht aber wächst da auch was heran, was den viel zitierten „frischen Wind“ in die Politik bringt?


Der Piratenpartei bei ihrem Programm helfen?

Wir wollten es genau wissen und beschlossen, uns die BayerischenPiraten einmal anzuschauen. Auf der Website wurde auch an Nichtmitglieder appelliert, zum Stammtisch in München zu kommen, man sei „willkommen“. Der Zeitplan, den sich die Piratenpartei Bayern auferlegt hatte, verriet, dass ein Programm bis 2012 aufgesetzt werden muss. Die Themen Sport und Kultur (in denen ich mich per Studium ganz gut auskenne) sowie DAS aktuelle Thema, Migration (mit dem sich meine Frau sehr gut auskennt) fehlten quasi noch. Vielleicht könnte man sich mit Wissen einbringen? Ggf. mit einem kleinen Amt? Oder der Führung einer Arbeitsgruppe? Darüber hinaus sind Frauen sicher willkommen, gibt es doch dort (wenn auch nicht statistisch erfasst) nur wenige. Gesagt getan, Freitagabend ab zum Stammtisch.

Zunicken und das war‘s

Kaum im ausgeschriebenen Gasthaus angekommen, pfiff uns jedoch ein eiskalter Wind entgegen, wie ihn die Mitglieder der Piratenpartei anscheinend gewohnt sind. Zwar waren erfreulich viele Leute anwesend (darunter eine Frau und geschätzt 40 bis 50 Männer) und nur noch wenige Plätze frei - was einen guten Eindruck machte. Aber dann… Ich ging frohen Mutes auf einen Offiziellen zu (den Namen sage ich nicht, dazu komme ich später noch), strecke ihm die Hand entgegen, um mich vorzustellen. Der war gerade im Gespräch, nickte mir kurz zu, registrierte mich also, und dreht sich wieder zum Gesprächspartner.
Ok, dachte ich, komme ich wohl gleich dran und sah mich kurz ein bisschen um. 20 Sekunden später geht mein Blick wieder zum Offiziellen, der auf einmal am Weggehen ist. Er ignoriert mich einfach. Kein Blick mehr zu mir, kein Nachfragen, nichts. Stattdessen war er schon auf der anderen Tischseite und verteilte Flyer. „Okay“, dachte ich, „das ist mal unkommunikativ“. Aber nicht verzagen, anderen Offiziellen fragen. Auch hier stellte ich mich sichtlich interessiert neben ihn und machte klar, dass ich mit ihm reden wollte, wurde aber auch eiskalt ignoriert. Klasse. Und meine Frau?

Piratenpartei Bayern ohne Bedarf?

Die stand da neben einer Stellwand, versuchte mit dem ein oder anderen Piraten (oder Nicht-Piraten) Augenkontakt zu bekommen und vielleicht ein paar Worte zu wechseln, sich dazuzusetzen und zu informieren. Aber nix da. Kaum gesehen, schnell wieder weg geschaut wie ein scheues Reh. Durchgehend. In dieser „Hier ist besetzt“-Art, obwohl es das nicht war, bloß keine Worte wechseln, bitte nicht ansprechen.

„Oh Gott, bitte nicht!“

Daraufhin beschlossen wir, das Weite zu suchen. Noch vor dem Wirtshaus besprachen wir uns kurz, äußerten aber lautstark und mit deutlichen Worten unser Missfallen gegenüber dieser „Begrüßung“. Das hörte eine zufällig vorbei kommende Piratin mit und fragte, ob wir rein wollen. Wir sagten: „Das WOLLTEN wir…“ und erzählten unsere Geschichte. Diese wurde von ihr mit „Oh nein!“ und „Oh Gott, bitte nicht!“ etc. begleitet. Sie entschuldigte sich im Namen ihrer Parteifreunde mehrmals und wollte uns überzeugen, doch noch zu bleiben. Angesichts dessen aber, dass wir nicht daran glaubten, dass wir nach so einem Start noch Lust hätten, uns jetzt oder in Zukunft in eine Diskussion oder einzubringen, lehnten wir ab, gaben ihr aber auf Nachfrage den Namen des ersten Offiziellen (was sie irgendwie mit einem „War ja klar“-Blick entgegennahm, kann mich aber auch getäuscht haben). Von daher weiß dieser nun vielleicht Bescheid.

Fazit: Vorurteile bestätigt

Wie so oft zählt im Leben der erste Eindruck. Und dieser erste Eindruck vermittelte uns bei der Piratenpartei Bayern leider, dass sie genau die Vorurteile, die andere ihnen gegenüber haben, bestätigen: unkommunikativ, verschlossen, ignorant. Von einer Partei und konkret von Offiziellen erwarte ich gegenüber potentiellen Mitgliedern bei solchen Veranstaltugen Aufgeschlossenheit, Entgegenkommen, Freundlichkeit, Aufmerksamkeit. Und auch wenn man über diesen Fehlstart stehen würde, wussten wir für uns, dass eine lebhafte, leidenschaftliche Diskussion mit intensivem, fachlichem Austausch mit den Piraten schwierig bis unmöglich wird. Mit dieser Art und Weise wird es nichts mit dem Einzug in den Bayerischen Landtag und auch nichts mit dem Bundestag.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Eine Runde Klugscheißen

Vergangene Woche war ich im Film "Die drei Musketiere" in 3 D, im Rahmen unseres Betriebsausflug.
In einer Szene spielt Kardinal Richelieu (Christoph Waltz) mit dem König Schach. Er (der Kardinal) macht einen Zug und setzt den König ins Schach mit Ratschlag, zu rochieren. Ein dämlicher Rat, dachte ich sofort,denn das geht gar nicht (siehe hier Nummer 5).
Es gibt nun zwei Möglichkeiten: entweder hat bei diesem recht aufwändigen Film wirklich niemand an dieser Stelle aufgepasst, oder die Regeln zur Zeit der Musketiere (16./17.Jhd.) waren andere. Wer Lust hat, ebenfalls etwas klugzuscheißen, der kläre mich bitte auf ;-)

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Simpsons und Dexter vor dem Aus?

Ich hoffe, dass das nie eintritt. Denn die Serien "The Simpsons" und "Dexter" gehören zu den besten der Welt.

Unter anderem gibt es aber diese Meldung, nach der v.a. das liebe Geld Probleme macht. Trotz sensationeller Quoten.

Ich kann nur hoffen, dass es nicht soweit kommt, es wäre ein herber Verlust, das meine ich ernst. Wie steht's um Euch? Kennt Ihr die Serien? Was hieltet Ihr von einem Aus?